#4 Krieg gegen meinen Körper

Shownotes

Thema der Folge: Drehen wir die Zeit um zwanzig Jahre zurück, dann finden wir eine kleine Teenie- Swantje, die schon früh verinnerlicht bekommen hat, das "Gewicht verlieren" prinzipiell immer erst mal positiv und erstrebenswert ist. Wie daraus ein jahrelanger Krieg gegen mich selbst entstanden ist erzähle ich Euch heute in meiner aktuellen Podcastfolge.

Wohnzimmerpost geht wie immer an: hallo@swantjeswohnzimmer.de

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00:00:03: Na hallo!

00:00:04: Wie schön, dass du es geschafft hast.

00:00:06: Komm rein, komm rein!

00:00:07: Lass deine Sachen hier vorne einfach liegen und dann kannst du direkt ins Wohnzimmer durchstabten.

00:00:11: Einfach geradezu die Tür rechts.

00:00:13: Genau.

00:00:15: Mach's dir einfach direkt schon gemütlich.

00:00:16: ich komme gleich Ich mache uns noch ein paar Drinks Und dann können wir ganz in Ruhe quatschen.

00:00:20: okay?

00:00:22: Sounds like a plan Bis gleich!

00:00:36: Ich glaube die heutige Aufnahme wird ein Brummer weil sie einfach ein sehr sensibles Thema aufgreift, nämlich meine Körper-Historie.

00:00:53: Ich werde heute einmal erzählen wie sich das denn eigentlich bei mir entwickelt hat.

00:00:58: nur nochmal für alle die vielleicht jetzt hier gerade einsteigen ich bin eine mehrgewichtige Person und hab zusätzlich auch noch PCOS, PUMS also eine Zyklusstoffwechselstörung die das Abnehmen auch nicht leichter für mich gestaltet und insgesamt einfach damit schon mein Leben lang dielen musste.

00:01:26: Und in dieser Podcast-Folge werde ich einmal das ganze so ein bisschen beleuchten von Anfang an, wie es alles anfing bei mir wo das herkommt und was erhoffe ich mir durch diese Folge?

00:01:38: also erst mal möchte ich dass diese Geschichte für sich allein dasteht sie Raum findet.

00:01:48: Vielleicht möchte ich auch, dass ich in die Öffentlichkeit meine Geschichte auch einmal aussprechen darf ohne dass mich irgendjemand unterbricht oder erst mal im Nachhinein oder währenddessen direkt verurteilt oder sonst.

00:02:00: das was ich allerdings nicht möchte ist hier jetzt irgend jemanden zu verurteilten weil ich mir durchaus bewusst bin die Grundsteine für die Schwierigkeit, die ich mit meinem Körper hatte vor über zwanzig Jahren gelegt worden sind und wir uns damals in einer ganz anderen Zeit bewegt haben.

00:02:24: Also wenn ich da zum Beispiel an den ganzen Medien Denke, die in der Zeit hochgeladen wurden.

00:02:30: Dann war das einfach auch krass von Diät und Dünnsein geprägt Und dem waren dann eben auch meine Eltern oder meine Großeltern ausgesetzt.

00:02:45: Ja es war einfach eine andere zeit und zu der zeit hat man einfach versucht vielleicht auch das eigene Kind zu schützen vor Mobbing, vor irgendwelchen Steinen die in den Weg gelegt werden können.

00:03:02: Denn weil man eben dick ist.

00:03:05: also das war wahrscheinlich einfach auch die Annahme und das habe ich mittlerweile auch so für mich herausarbeiten können.

00:03:12: es gab noch eine andere Zeit da war ich einfach sehr wütend aber mittlerweile Ist da einfach eine sehr, sehr große Akzeptanz und ich möchte dieses Thema hier sehr gern mit euch teilen.

00:03:27: Auf jeden Fall ist es ne krass persönliche Geschichte das ist mir durchaus bewusst.

00:03:31: Es gibt auch ein paar persönliche Einblicke in ja wie unsere Familie eben gewachsen ist.

00:03:39: Ich hoffe ihr wisst das alle irgendwie zu behandeln.

00:03:41: aber Machen wir doch einfach mal nennen die.

00:03:49: Ich war tatsächlich nämlich nicht immer dick.

00:03:53: Ich würde sogar meinen, dass ich bis zu meinem sechzehnten, siebzehntem Lebensjahr normal beziehungsweise vorher sogar relativ schlank war.

00:04:08: aber ist ja eine andere Wahrnehmung irgendwie.

00:04:11: also die eigene zählt natürlich auch mit rein bzw.

00:04:16: Ja, wir kommen später dazu.

00:04:20: Ich war zum Beispiel in der Grundschule – also ich war ein sehr schlankes Kind!

00:04:25: Ich war wirklich sogar Dürr, ein sehr dürrisch-schlankest Kind.

00:04:32: In der gesamten Grundschulzeit war ich unfassbar atletisch und ich erinnere mich auch noch sehr darauf dass ich damit geflext habe.

00:04:42: Ich wurde bei ganz vielen Sportjugendspielen ausgewählt, für die Klasse oder die Schule zu rennen und habe das einfach gefeiert.

00:04:53: Dass ich da irgendwie die Repräsentantin war und die schnellste und fand alles richtig gut.

00:05:01: Und ich hab auch viel positives Feedback von meiner Familie bekommen.

00:05:07: in der Zeit war alles tippitoppi würde ich meinen und ja, ich war stolz auf mich.

00:05:16: Ab der fünften sechsten Klasse bin ich dann aufs Gymnasium gekommen und da fing es so ein bisschen an dass Ich sag mal so schlechter, also Schule schlechter wurde.

00:05:32: Klar es kamen neue Fächer dazu die ich erst einmal gar nicht kapiert habe.

00:05:37: Physik erinnere ich mich noch weil ich eine absolute Grundniete.

00:05:40: genauso wie auch Geschichte weiß ich mir dieses Konzept von auswendig lernen nicht so.

00:05:49: ja das hab ich irgendwie nicht verstanden dass sich das jetzt eins zu eins auswendigt wiedergeben soll.

00:05:54: irgendwelche Zahlen?

00:05:55: was bringt mir das zu sagen, wo jetzt hier die Steinzeitmenschen gelebt haben und so weiter.

00:06:01: Erinnere ich mich noch ganz, ganz doll drauf!

00:06:03: Also ich war da ungefähr zehn, elf Jahre und ja... Ich fing an quasi schlecht zu werden und Stress zu bekommen.

00:06:13: Ich sollte dafür lernen.

00:06:15: Ich musste mich auf den Arsch setzen.

00:06:17: Und ich würde meinen das in dieser Zeit ein bisschen meinen Stressbewältigungsmechanismus auf eine schiefe Bahn, sag ich jetzt mal geraten ist.

00:06:33: Also vor allem irgendwie kunst zu tun das sich schlechte Not mit nach Hause bringen musste war sehr schwer für mich.

00:06:42: Mit zwölf?

00:06:44: Ich hoffe der Sprung ist für euch nicht so groß aber es fing eben erst ab diesem Alter an.

00:06:50: Mit Zwölf wurde große Schwester.

00:06:52: Also ich habe einen sehr großen Abstand zu meinem Bruder, zwölf Jahre und der Fokus lag dann in dieser Zeit natürlich vor allem auf dem Baby und das war einfach ein ganz großes Ding!

00:07:07: Wir waren alle super aufgeregt.

00:07:08: Ich hab mich so doll gefreut über meinen kleinen Bruder.

00:07:10: Ich habe den geliebt.

00:07:17: Ich musste dann quasi wechseln aufs größere Gymnasium.

00:07:20: Unser Gymnasum war so in zwei Häuser geteilt, Fünften und Sechs-Klässlermann im unteren Haus und ab siebte Klasse ging man dann ans höhere Gymnasrum und da kam eben auch solche Fächer wie Chemie noch mit dazu und irgendwann dann so auch Astrologie, Soziologie und Wirtschaft und so ein Blödsinn.

00:07:45: Das war alles sehr, sehr schwer und ich habe vorhin gesagt dass ich irgendwie in dieser Zeit kurz vor der Geburt meines Bruders irgendwie mit Stress oder mit der Stressbewältigung irgendwie gelernt habe falsch umzugehen.

00:08:00: Und das hat sich hier in der Zeit glaube auch doll bemerkbar gemacht weil ich habe angefangen nachts zu essen.

00:08:10: es kamen nämlich die ersten Kommentare, dass ich zu viel essen würde.

00:08:16: So beim Armbrot oder ja vor allem beim Arm Brot.

00:08:22: Es war auch in der Zeit so das es so eine Art Angebot an der Schule gab, dass man sich belegte Brötchen holen konnte mit Remouladensauce überbackende Käsebrötchen und alles sowas.

00:08:36: Das fand Abartig geil, ich wollte auch immer nur Taschengeld hauptsächlich um mir irgendwie was Geiles zu essen zu kaufen in der Zeit.

00:08:47: Und da war eine Pommes und überall.

00:08:49: Da kam das eben so auf, dass da die ersten Kommentare zu meinem Essverhalten kamen seitens meiner Familie.

00:08:57: Um dem ganzen auf den Weg aus dem Weg zu gehen habe ich halt einfach nachts gegessen.

00:09:01: Da hat mich keiner gesehen, da war ich unbeobachtet.

00:09:04: Da konnte ich den Becher Joghurt einfach essen.

00:09:07: Habt ihn dann auch irgendwie im Mülleimer tiefer versteckt damit es nicht auf mich zurückzuführen ist.

00:09:15: irgendwie richtig krank.

00:09:16: Also ich hab um das jetzt hier mal euch auch nur so ein bisschen zu erklären, ich habe mir vor der Folge ein paar Notizen gemacht an was ich mich erinnere wie eine Art Erinnerungsprotokoll und dass sich dieses Nachtsessen hatte ist mir da nämlich tatsächlich eingefallen.

00:09:35: meine Mama hat den besten Schichtkohl gemacht.

00:09:40: Ich weiß nicht, ob das euch bekannt ist.

00:09:42: Das ist quasi eigentlich schichtet man nur Weißkohl und angemachtes Hackfleisch.

00:09:48: Und das muss man vor allem am Tag vorher kochen.

00:09:52: also das ist eine wichtige... dass es wichtig, dass man das so macht damit der einmal durchzieht und am nächsten Tag schmeckt er tausendmal besser So.

00:10:00: und jedes mal wenn sie Schichtkohl gemacht hat musste der ja quasi über Nacht ziehen und Es war klar dass ich nachts von diesem Schichtkohl nasche.

00:10:10: Und dafür bin ich sogar zwei bis drei Mal die Nacht aufgestanden, es war alarm geschlafen und ich bin heimlich in die Küche und habe davon genascht.

00:10:20: Am nächsten Tag hat man sich gewundert warum weniger Klöpfchen im Schichtkoal sind oder das der ja so eingefallen sei.

00:10:26: Ja, das war Svanche – die kleine Svancher, die nachts gefressen hat!

00:10:35: um das mal ein bisschen einzuordnen und ich hoffe, ich bin an der Stelle irgendwie... Ich muss es einfach irgendwie mal ansprechen.

00:10:43: Meine Mutter war bis zur Geburt meines Bruders schon mehrfach auf Diät.

00:10:48: Das ist einfach ein wichtiger Fakt, um das Ganze einzuordnen Also dieses Konzept-Diät und Gewicht Verlieren war mir bis dato schon durchaus bewusst, dass das was Positives ist.

00:11:05: Die Erfolge meiner Mama wurden auch ganz groß in der Familie gefeiert.

00:11:09: also wir haben uns natürlich alle für sie wie riesig mit gefreut wenn sie Gewicht verloren hat und es wurde eben auch vor den Kindern also von uns kommuniziert und das war einfach Teil.

00:11:22: ich habe erst heute tatsächlich jetzt letztens mit dem Tod meiner Oma, wo ich mich so ein bisschen mit der mütterlichen Seite meiner Familie beschäftigt habe und mir ganz viele Fotos angesehen habe.

00:11:34: Habe ich erst begriffen?

00:11:36: Dass eine Gewichtszunahme oder?

00:11:38: ich sage mal dass da eine gewisse Veranlagung in meinen Genen einfach liegt.

00:11:45: also Bis zu meiner Urgroßmutter kann man zurücksehen, dass alle Frauen in dieser Familie von stämiger Natur waren.

00:11:53: Also die waren alle Curvy und so eben auch meine Mama Und ich glaube um das jetzt mal ein bisschen einzuordnen Sie hatte einfach sehr große Angst Dass ich so werde wie sie und sie hat darunter einfach sehr arg gelitten.

00:12:13: Ich habe mit vierzehn meine erste Periode bekommen.

00:12:18: Das war was, wo ich mich ganz doll drüber gefreut habe und ich wollte eigentlich unmittelbar danach tatsächlich die Anti-Babypille nehmen.

00:12:33: das war in unserer Zeit damals wie eine Art Trend.

00:12:39: Wir haben da alle drauf hingefiebert.

00:12:41: Es gab schon einige Mädels in meiner Klasse, die hatten schon ihre Periode und haben ihre Babypille genommen und haben sie natürlich auch so irgendwie mit in die Schule genommen und mussten die natürlich davor allen nehmen weil es zwar Zeit und deswegen bin ich da auch relativ ... Zeitnah, nachdem meine Periode eingetreten ist zu meiner Mama gegangen und habe gesagt ich hätte gerne die Anti-Babypille.

00:13:08: Meine Mutter fand das alles noch so ein bisschen suspekt.

00:13:13: weil sie mich jetzt noch nicht als wirklich, ich sag jetzt mal sexuell aktiv eingeschätzt hat würde ich meinen ihr war es aber wichtig bevor ich diese Anti Babypille nehme und bevor ich auch den ersten Sex in meinem Leben habe.

00:13:29: Das musste ich ihr hoch und heilig schwören.

00:13:32: Sollte ich die Gebärmutterhalbskripsspritze kriegen, das waren drei Spritzen, also die irgendwie gegen Gebärmutterhalbs-Krips sind?

00:13:42: Ich weiß nicht ob es eine Impfung ist aber ich glaube ja!

00:13:45: Und da hab ich eingewilligt, weil das Ziel war ja eben dann die Pille quasi zu bekommen.

00:13:50: Da hat meine Mutter auch relativ wieder willig, aber sie hat dem Ganzen zugestimmt.

00:13:55: Ich glaube nicht, dass es darum ging, dass Sie irgendwie ... Die Anti-Babypille an sich per se schlecht fand, sondern eher so die Tatsache, dass ich jetzt geschlechtsreif werde und unbedingt mit jemandem schlafen möchte.

00:14:10: Irgendwie absurd fand.

00:14:12: Ja... Wenn ich mich so ein bisschen an diese Zeit, bevor ich die Pille genommen habe erinnere dann erinnäre ich mich nur daran dass sich recht regelmäßig meine Periode hatte.

00:14:25: Also da war jetzt nicht, boah ich hab sie jetzt ewig nie bekommen oder so sondern es war schon recht regelmässig.

00:14:31: ohne das ich mir jetzt Sorgen machen muss und meine Mutter hat mir da auch irgendwie signalisiert ist alles in Ordnung.

00:14:39: Ich hatte aber da überhaupt keinen Sinn für einen Zyklus.

00:14:44: Also das war mir in dieser Zeit komplett suspekt, komplett schleierhaft.

00:14:51: Was eigentlich Periode bedeutet?

00:14:54: Ich wusste einfach nur okay ich blute jetzt halt einmal im Monat.

00:14:59: Das ist jetzt halt so... Und mit Beginn der Pille hat sich dann ganz langsam mein Körper einfach verändert.

00:15:09: Und ich erinnere mich noch daran, dass mein Bauch angefangen hat zu wachsen und ich hatte so eine kleine ... Ich nenn es jetzt mal in Anführungsstreichen Wampir... Ich hoffe ihr wisst was ich damit meine!

00:15:21: Es ist jetzt nicht so gewesen das ... ich jetzt einen riesen Bauch hatte, sondern so ein kleiner Speckstreifen der stetig vor sich hingewachsen ist.

00:15:31: Also aus heutiger Sicht völlig harmlos würde ich meinen aber meine Mutter animierte mich da relativ schnell vielleicht gemeinsam mal mit ihr zusammen Weight Watchers zu machen.

00:15:46: das war damals ein Riesending.

00:15:48: Ich erinnere mich noch dass wir in unserer Abstelle kamen Speisekammer quasi, ganz viele Kochbücher von Weight Watchers hatten.

00:15:58: Meine Mutter hatte auch immer solche Zweie damals alles noch schriftlich und gar nicht digital.

00:16:03: Solche Heftchen in denen sie das alles eingetragen hat was sie... gegessen hat, ganz artig protokolliert hat.

00:16:12: und dann waren da auch so kleine Getränke, Gläser die man quasi ausmalen konnte wenn man genug Wasser getrunken hatte.

00:16:20: Und ich weiß noch dass ich da dem sehr freudig zugestimmt hatte so ungefähr ja ich mache das mit weil ich das so aufregend fand quasi das auch zu machen so zu protokolieren.

00:16:30: also ich fand irgendwie diesen buchhalt hirischen Charakter dahinten dahinter viel spannender als die tatsächliche Umsetzung von.

00:16:36: ich esse jetzt eigentlich weniger, weil ich dafür auch kein Verständnis hatte.

00:16:41: Ich habe einfach nicht kapiert was überhaupt ein Stoffwechsel ist, was Kaloriendefizit bedeutet.

00:16:49: Es war einfach nur immer irgendwie so die Ansage ja du musst mal aufschreiben was du den Tag über isst damit du einfach mal siehst wieviel du eigentlich Und das habe ich gemacht, mir schlecht als recht würde ich meinen.

00:17:08: Trotzdem hat es irgendwie nicht wirklich viel gebracht.

00:17:15: Es war jetzt kein ... Ich hab abgenommen und keine Diät an sich geführt.

00:17:21: Sondern tatsächlich wurde ich eher ein bisschen an dieses Konzept so herangeführt.

00:17:26: für dich mein.

00:17:28: Es gibt eine Erinnerung, ich habe mir die eher aufgeschrieben.

00:17:31: Die hat sich aber sehr stark in mein Gedächtnis eingeprägten und werde ich bis heute auch nicht vergessen.

00:17:38: Ich muss ungefähr so fünfzehnzehntzehnteinzehnten vielleicht auch siebzehn gewesen sein.

00:17:46: Ich kann das Alter nicht ganz genau bestimmen, aber ich wurde halt aufgefordert von meiner Familie.

00:17:52: Ich weiß jetzt nicht mehr ganz genau wer es war ob mein Vater oder meine Mutter.

00:17:56: Ich solle mich mal wiegen weil ich sichtlich zugenommen habe und auf der Waage stand eine Zahl über die ich einfach sehr, sehr schockiert war.

00:18:06: Da stand achtzig Kilo.

00:18:14: die Waagestand im Badezimmer, dass ich erst mal danach in mein Zimmer gegangen bin.

00:18:19: Mir ein Zettel genommen habe, darauf geschrieben habe Ich wiege achtzig Kilogramm das verbunden habe mit einem Band.

00:18:28: Also an der einen Seite, auf jeder Seite habe ich da den Loch angesetzt und dann ein Loch reingemacht.

00:18:33: Und mir dieses Schild quasi um den Hals gehangen habe wie eine Prange und damit bin ich ins Wohnzimmer gegangen.

00:18:41: Das werde ich niemals vergessen weil ich mich so schlecht gefühlt habe in diesem Moment.

00:18:47: Ich hab mich sehr selbst verachtet für mein Gewicht, weil ich schockiert war.

00:18:54: Dass ich achtzig Kilo wiege!

00:18:56: Ich meine in der Zeit... ich hatte damals auch das Bravo-Abo geschenkt bekommen mit sechzehn.

00:19:02: Da hat man ja ein gewisses Gefühl bekommen für Zahlen die auf der Waage stehen bzw habe mich natürlich auch mit meinen Freundinnen darüber unterhalten und Ganz unabhängig davon, dass meine Freunde natürlich auch ganz andere Statuen hatten und dadurch vielleicht auch weniger gewogen haben.

00:19:26: Wenn ich heute Bilder sehe von mir aus dieser Zeit wo ich fünfzehn, sechzehn Jahre alt bin würde ich mich nicht als dick bezeichnen im Gegenteil Also wirklich im Gegenteil.

00:19:39: Okay, da ist ein bisschen was dran!

00:19:41: Eine Kurve zum Anfassen sozusagen.

00:19:44: aber das war es dann auch also auf keinen Fall dick.

00:19:47: diese achtzig Kilo haben sich auf eins siebzig gestreckt.

00:19:51: so war völlig in Ordnung war völlig In Ordnung.

00:19:54: Aber ich werde's nicht vergessen.

00:19:55: und vor allem werde Ich nicht vergessen die Reaktion ich durfte mit diesem Schild den ganzen Nachmittag sitzen bleiben Ich habe mich selbst gebrangert Und ich weiß noch dass Da kamen Kommentare, da muss er jetzt keinen Schild tragen usw.

00:20:11: Aber mehr eben auch nicht.

00:20:13: Da kam auch kein hey du bist gut und das ist ja nur eine Zahl und es ist auch nicht schlimm und das is ok oder so.

00:20:23: Das wird einfach gestehen gelassen und das schiebe ich ebenso auch dieser Sorge hinzu die in der Zeit herrschte dass dick sein dich aus der Gesellschaft raus echtet.

00:20:38: Und wie ich schon zu Anfang an betont hat, es gab eine Zeit wo ich sehr wütend darüber war dass meine Eltern einfach so sich verhalten haben ist das mittlerweile völlig verpufft diese Wut.

00:20:54: Das ist in der Akzeptanz reingerutscht, die ich eben jetzt so hinnehmen muss und das ist so gewesen und daraus muss sich dann halt einfach meinen Weg jetzt finden und dass es jetzt einfach so.

00:21:06: aber das war so ein Tag den ich einfach nicht vergessen werde.

00:21:14: Ich bin dann mit achtzehn zur Bundeswehr gekommen.

00:21:19: Ich erinnere mich noch daran, dass die Freude darüber sehr groß war.

00:21:24: Nicht nur weil ich eben aufgenommen wurde um im Musikstudium jetzt darüber anzufangen sondern da war auch so ein bisschen Hoffnung, Schwung.

00:21:34: dabei würde ich meinen das sich ja durch den Sport und die körperlichen Herausforderungen die einfach bei der Bundeswehr Tagesordnung sind vielleicht auch das ein oder andere Gramm abnehmen werde.

00:21:48: Das war da definitiv mit dabei und ich kann euch jetzt mal ein bisschen Grundausbildung erklären, also Tag eins ist... es hat sich auch alles in mein Gedächtnis eingebrannt.

00:22:01: Tag eins du kriegst natürlich einen sogenannten Marschbefehl, du kommst zur Kasernen und solltest dich da eben melden mit deinem Koffer, den du gepackt hast für die Zeit.

00:22:14: Völlig sinnlos übrigens!

00:22:16: Weil du in der Zeit als Grundauszubildener eigentlich die komplette Zeit in Uniform verbringst und nur Schlüpper brauchst sozusagen.

00:22:26: Ich hatte einen sehr großen Koffermit, weil ich im Sommer einberufen wurde.

00:22:31: Es war Sommerzeit und ich habe natürlich alle netten Tops und Kleider eingepackt, die ich nicht brauche Koffer die erste Woche lang irgendwie verstecken in einem wirklich, ich würde mein zwar ein acht Quadratmeter Zimmer was für vier Personen war.

00:22:47: Wir mussten uns da alle irgendwie so ein bisschen arrangieren aber nachdem wir dann eben unsere Klamotten empfangen haben ging es direkt zum Sport.

00:22:57: also so war das und ich war in der Zeit Wurde ich halt immer schlechter im Sport, also auch schulisch.

00:23:04: Meine Sportnote war glaube ich eine Drei am Ende weil ich auch einfach keinen Bock hatte.

00:23:10: Also es kam ja dann die ganze Jugendliche trotz dazu und freundlichererin... Ich habe meine Periode, ich kann jetzt keine acht hundert Meter laufen.

00:23:18: War ein Klassiker Leute!

00:23:20: Das war ein Klasiker Und da bin ich da eben hingekommen und dann war das scheiß egal ob du deine periode hattest Du musstest halt mitlaufen vom Gebäude bis zur Turnhalle, wo wir dann eben Sport machen sollten.

00:23:34: Sind wir im Zug ergrannt?

00:23:40: Im Zug bedeutet drei Personen nebeneinander viele viele hintereinander.

00:23:44: also das ist ein Zug und in diesem Gebilde sind wir eben zur Sporthalle gejockt oder Sportteile, obwohl die nur fünfhundert Meter oder so entfernt war.

00:23:57: Also meine Kondition war absolut mies!

00:24:01: So das war mein erster Tag und ich dachte mir ach du Scheiße was machst du hier?

00:24:07: Und dann war damals noch dass hieß PFT den man machen musste.

00:24:14: Füssige Fitness Test Und der war quasi wie so eine Art Zirkeltraining, was du absolvieren musstest.

00:24:24: In einer gewissen Zeit-Spanne und dazu dann eben sämtliche sportliche Abzeichen das deutsche Sportabzeichenmuster abgelegt werden usw.

00:24:33: Ich habe da die schlechtesten Werte abgegriffen aber hab's irgendwie geschafft.

00:24:39: also ich frag mich nicht wie Aber ich glaube es kam halt durch die Regemäßigkeit.

00:24:44: also jeden Tag zu joggen war halt drin jeden Tag Frühsport.

00:24:48: Am Ende von diesen drei Monaten erinnere ich mich noch, dass ich richtig gut war in diesen Dingen die wir da beim Früh-Sport gemacht haben und einfach eine Zahl an den Tag gelegt habe wo ich mir dachte okay beim Anfang schaffe ich nie im Leben!

00:25:05: Das war krass zu beobachten.

00:25:07: und jetzt wo es mir auch irgendwie so ein bisschen wieder einfällt denke Es waren drei Übungen.

00:25:13: Das waren Zit-Ups, Kniebeuge und Liegestütze.

00:25:19: Diese drei Übung war Morgensport mehr war es nicht.

00:25:22: dafür sind wir halt um fünf aufgestanden.

00:25:23: standen haben uns alle der rein nach im Flur aufgestellt jeder mit seiner scheiß kleinen Mathe Und dann haben wir das gemacht so und ich glaube drei Runden und dann war der Frühsport erledigt bis zum Frühstück gekommen.

00:25:35: aber worauf ich hinaus wollte es gab es gab Essenszeiten Und in diesen Essenszeiten musstest du schnell essen.

00:25:46: Es haben sich ungefähr sechzig bis neunzig Rekruten da an dieser Kantine angestellt, das allein dauert schon mal, wir standen immer bis draußen und wenn der Ausbilder fertig war und sein Stuhl an den Tisch geknallt hat dann hieß es aufstehen und rausgehen und sich wieder anstellen und du musstest schnell essen.

00:26:08: ich habe in dieser Zeit gelernt zu schlingen Leute, tat mir nicht gut.

00:26:13: Und ich hab natürlich alles irgendwie in mich reingestopft was ich nur an mich reinstopfen kann weil Grundausbildung eben so war dass jeden also den Tag über jeden tag irgendeine körperliche Herausforderung war ob es jetzt nun Marsch war, ob es geistig herausfordern.

00:26:31: wir mussten ja auch super viel lernen für irgendwelche Waffenprüfungen irgendwelchen Zahlen Quatsch auch.

00:26:40: Beziehungsweise war es wirklich das einzige Sport, war auch immer Teil davon.

00:26:46: ich habe einfach nur zugesehen dass sich so viel wie möglich in mich reinstabbe weil ich auch im meinem Zimmer nicht wirklich auf meiner Stube so hieß es nicht wirklich die Möglichkeit hatte in meinem Spind irgendwas unterzubringen pinieble Spindordnung hatte, die jeden Tag überprüft wurde.

00:27:06: Also er wurde jeden Tag in unseren Spind reingeguckt ob der ordentlich war und da durfte du kein Essen hochten.

00:27:12: das war einfach nicht erlaubt so.

00:27:15: Und ja das war Grundausbildung und danach ging es dann ebenso weiter dass wir relativ auf uns selbst gestellt waren danach, nach der Grundausbildung eigentlich die Bohne.

00:27:32: Also da hattest du dann auch kein Bock mehr auf irgendwie Zimmerordnung?

00:27:37: Da hast Du dann gemacht was Du willst und Du hattet einfach keine Regulation!

00:27:43: Und demnach auch keine Regulation im Konsum von Essen in Konsum vom Alkohol.

00:27:49: das war alles immer über die Maßen und es ist doch auch kein Wunder wenn man sowieso schon dafür anfällig ist.

00:27:57: Ich habe in der Zeit periodentechnisch nicht gemerkt, dass ich vielleicht PCOS habe weil meine Periode komplett unterdrückt wurde durch die Antibibipille.

00:28:06: aber genetisch gesehen war ich definitiv dazu veranlagt zuzunehmen wenn ich mich genau darauf achte was ich eigentlich esse oder wie ich mich einfach essnstechnisch verhalte.

00:28:18: und ich hab es dann halt gemerkt als wir dann eingekleidet wurden für den Militär-Musikdienst.

00:28:28: Im Gegensatz zur Grundausbildung war das eben so, in der Grundausbildung hast du die ganze Zeit halt dein Grünzeug getragen und während des Militäermusikdienste hast du eher so eine Anzugshose und ein Hemdgetragendes nennte sich dann der blaue Diener.

00:28:42: und diese Anzugschose, die war wie Plaste Die war dieser Scheiße an uns Frauen aus.

00:28:50: und ich musste immer eine Maßanfertigung bekommen, weil die vorgegebenen Größen mir nicht gepasst haben.

00:28:57: Weil mein Bauch den ich schon mit fünfzehn-sechzehn so ein bisschen gemerkt habe.

00:29:03: diese kleine Wampe ist deutlich herangewachsen.

00:29:06: also ich hab diese sogenannte Bauchschürze bekommen Und hinzu noch eben Arsch.

00:29:15: Einfach die zwei Komponenten, die es eigentlich völlig unmöglich machen für dich eine passende Hose zu finden.

00:29:21: Teile in technisch war ich immer schlank.

00:29:22: das war halt immer das Problem dass wenn ich jetzt zum Beispiel am Arsch ne große Hose habe weil sie halt in der Teile einfach immens zu weit und Die Hosen saßen aber nicht in der teille sondern die saßen auf Ich würde sagen so auf Bauchnabel hüft höher.

00:29:39: also auch einfach unmöglich.

00:29:42: Unmöglich für uns Frauen!

00:29:44: Naja, also es war immer eine Maßeinfertigung irgendwie nötig und das war richtig scheißgefühl.

00:29:51: Und als ich dann in Düsseldorf war und angefangen habe Musik zu studieren tatsächlich da fing es dann tatsächlich an dass ich mich so ein bisschen angefangen haben zu regulieren vor allem Auto abgegeben hatte.

00:30:08: Ich hatte vorher zwei Auffahrunfälle, ich hatte immer einen Weg von vier Stunden nach Hause zu fahren und stand bei Dortmund, Unterkreuz-Uner immer im Strauß hat mich so angekotzt und auch dort waren die zwei Unfälle, die ich hatte.

00:30:24: und danach habe ich dann gesagt okay ich hab kein Bock mehr auf diese ganze Geldscheiße auf diese Kohle ständig mit diesem Auto und alles so was.

00:30:31: Ich gebe das Auto jetzt ab, dann scheiß drauf!

00:30:34: Dann komme ich halt beim Zug oder gar nicht nach Hause, dann ist es erst mal so... Und in der Zeit bin ich super viel gelaufen sowohl zum Rewe, zum Edeka oder sonst was.

00:30:46: Alles habe ich zu Fuß abgelegt und dadurch habe ich abgenommen.

00:30:50: Und das habe ich das erste Mal gemerkt tatsächlich dass das etwas bringt und hab das auch so ein bisschen versucht mit Essen zu unterstützen.

00:30:57: aber in dieser Zeit war es dann halt einfach noch so... Da ist natürlich regulationstechnisch nicht viel.

00:31:02: da war also ich musste mich an keinen Haushalt anpassen.

00:31:05: Ich hatte meine eigene Bude, ich war da alleine, konnte essen was ich will Konnte mir einreden, dass das irgendwie in Ordnung war.

00:31:12: Ich hatte einfach kein Regulativ, sondern eigentlich nur in meiner Einheit irgendwelche Männer um mich herum die mir irgendwie von ihrem persönlichen Wissen die Welt erklären wollten.

00:31:25: Also ich erinnere mich da noch an einen Kameraden.

00:31:28: der hat ganz viel abgenommen in unserer Zeit in Düsseldorf und hat damit natürlich dann irgendwie den Pro-Status bekommen im Dingen abnehmen dass er natürlich ein ganz anderen Stoffwechsel hat wie wir Frauen.

00:31:42: Das war damals einfach noch nicht klar und ich habe dem auch geglaubt.

00:31:46: Und er hat gesagt, du musst halt Sport machen!

00:31:48: Du musst dich halt bewegen!

00:31:49: Du muss halt laufen!

00:31:50: Du musst halt rennen!

00:31:52: Ich hab das irgendwie gedacht ja okay es müsstest du halt machen.

00:31:55: Habe ich aber nicht weil ich das nicht konnte bzw.

00:31:58: da überhaupt gar keinen Nerv für hatte Ausdauertechnisch so kacke war, dass ich das vernachlässigt habe und mich dann halt auch gleichzeitig schlecht gefühlt habe.

00:32:08: Also es war alles irgendwie so ein Teufelskreis.

00:32:11: Ich hab nicht den richtigen Leuten da irgendwie vertraut.

00:32:14: Ärzten bei der Bundeswehr ist sowieso ganz schwieriges Ding die kommen natürlich als ultrasportliche Menschen daher.

00:32:21: Den kannst du nicht erzählen.

00:32:22: Ey!

00:32:22: Ich hab Probleme mit abnehmen Die lachen sich kaputt.

00:32:25: So...die lachen einfach kaputt.

00:32:28: Und deswegen war das alles so'n bisschen.

00:32:31: Ja, schwierig in dieser Zeit.

00:32:38: Ich muss mich kurz mal sammeln wo wir sind und was ich noch aus dieser Zeit irgendwie mitnehmen kann.

00:32:47: Was ich vielleicht noch sagen muss ab Militär-Musikdienst ist es dann so dass du deine sportlichen Leistungen noch einmal im Jahr nachweisen musst das natürlich mit guter Aufschieberitis irgendwie verbunden bzw versuchen natürlich über irgendwelche Beziehungen und ach, kommen drücken wir mal ein Auge zu das Ganze über die Bühne zu bringen.

00:33:10: Weil letzten Endes erzählte in Düsseldorf einfach auch dein musikalisches Talent also ob du auch wirklich gut warst und das konnte ich Gott sei Dank irgendwie vorweisen Und bin da irgendwie durchgerutscht Gegen Ende von Düsseldorf war mir dann da eh alles irgendwie egal.

00:33:30: Ich bin dann nach Neubrandenburg versetzt worden und habe dort meinen ersten so richtig langfristigen Freund kennengelernt, in dieser Zeit habe ich krass abgenommen also vor allem zu Beginn dieserzeit weil man auch dazu sagen muss mein damaliger Freund hatte einfach selbst irgendwie kein gesundes Verhältnis zu essen oder zum Körper.

00:34:00: Er hatte damals sehr stark abgenommen, ihm war Muskelaufbau ganz groß wichtig der war jeden Tag im Fitnessstudio und das fand ich irgendwie cool in der Zeit beziehungsweise inspirierend.

00:34:14: Ich war so lost, wenn ich jetzt mich da so zurück erinnere!

00:34:17: Aber ich fand das inspirierende und dass sich dadurch, dass ich den irgendwie so täglich um mich drum herum hatte, war es natürlich irgendwie eine Möglichkeit für mich endlich endlich endlich Gewicht zu verlieren.

00:34:28: Und ich war in der zeit ganz zur anfang wo ich mit dem zusammen war so schlank wie lange nicht mehr.

00:34:35: dann kam natürlich mit der Beziehung und mit der Zeit irgendwie so ein bisschen die Bequemlichkeit rein, möchte ich gar nicht leugnen.

00:34:46: So man hatte sicher und war dann okay wie man war bis es irgendwann eben nicht mehr okay war ich das dann auch gespiegelt bekommen habe, dass es nicht mehr ... also dass es doch nett wäre wieder zum Sport zu gehen.

00:35:05: Und ich hab das natürlich irgendwie als mein komplett eigenen Wunsch Anerkannt sozusagen und bin dann natürlich mit ihm zum Sport gegangen.

00:35:18: Und habe dann Sophia Thiel gemacht, das Sportprogramm beziehungsweise als Diätprogramm.

00:35:24: Ich hab was heißt es?

00:35:26: Achtzehn acht ne sechzehn achte heißt das glaube ich ne.

00:35:32: Acht Stunden lang nichts essen.

00:35:34: Sechzehnt stundenlang hast du Zeit zu essen.

00:35:37: Nee andersrum.

00:35:39: Achte Stundenessen.

00:35:39: Sechszehn Stunden nicht Essen so rum oder Ich bin mir nicht sicher.

00:35:44: Ja, das habe ich gemacht.

00:35:45: Low Carb hab ich gemacht mit dieser Zeit wirklich alles alles alles gemacht und habe auch wieder sehr sehr krass abgenommen und bin dann da ganz um das ganze eben irgendwie für mich festzuhalten auch auf Social Media gekommen und haben einen Abnehmentagebuch dargestartet.

00:36:03: Ich habe immer gepostet was ich esse.

00:36:06: Das einfach als Bild hochgeladen und wollte natürlich Krasser vorher nachher Bilder machen.

00:36:14: Es war so ein bisschen meine Motivation, also die Motivration war irgendwann mal eine Fitnesshose gesponsert zu bekommen von einer Firma und die einfach zu zeigen.

00:36:25: Und das habe ich gemacht und gemacht und im Sinne von... Ich hab erstmal nur mein eigenes Ding gemacht ganz viel gepostet da nur in den Feed rein gepostet, gar nicht so Story gemacht bis ich mich irgendwann überwunden habe.

00:36:38: In die eigene Story rein zu quatschen und das war dann natürlich für alle Albern.

00:36:42: Für alle um mich drum herum war das Albern und ich hab mir... Ich weiß gar nicht warum aber ich hab einfach weitergemacht!

00:36:48: Ich hab' mich da nicht von abbringen lassen, das weiße ich noch.

00:36:51: Ich hab einfach weitermacht und dachte mir Ja ihr könnt mich mal.

00:36:56: Ich mach es jetzt einfach weiter.

00:37:02: So habe ich das dann weitergemacht, bis ich dann in die ... Ich hab dann angefangen vorher nachher Bilder zu posten von meiner Fitness-Reise und dann kam aber diese Kommentare von wegen hey ist super mutig dass du dich so zeigst mit deinem Körper.

00:37:21: Und da dachte ich mir was für ein Scheiß!

00:37:24: Da ist irgendwas in mir umgeklappt.

00:37:28: Warum zur Hölle muss ich mich eigentlich immer schämen müssen, wie ich aussehe.

00:37:35: Wieso muss das so sein?

00:37:37: Warum könnt ihr mich nicht einfach verdammt noch mal alle in Ruhe lassen?

00:37:41: und irgendwann ist es dann aus diesem vorher nachher... Ist das weggegangen dieses Vorher-nachher weil ich dann dachte okay vorhin nachher auch mein vorher war ja irgendwie gut und ich habe meinen vorher irgendwie verteidigt, irgendwie versucht in der Zeit und bin dann so in diese Body Positivity Szene reingestiegen.

00:38:01: Und hab mich mit meinen Curves gezeigt halb nackig einfach um viel mehr Aufmerksamkeit für dieses Körperbild zu zeigen So krass, so hey liebe dein Körper oder so sondern Versuch einfach im hier und jetzt zu bleiben.

00:38:19: Und dann hat aber diese ganze Szene sowas toxisch Positives abbekommen und das habe ich natürlich irgendwie definitiv mit bekommen.

00:38:29: Ich hab auch andere Creatorinnen getroffen wo ich mich gefragt habe Inwieweit dass jetzt ja alles noch irgendwie authentisch ist Bubble ein bisschen abgekommen und habe dann einfach nur noch mein Ding gemacht.

00:38:49: Daran erinnere ich mich auch, in der Zeit habe ich mich dann aber auch scheiden lassen bzw.

00:38:55: war habe ich vorher meinen langjährigen ersten festen Freund geheiratet.

00:38:59: Da habe ich dann aber wieder scheidenlassen weil es jetzt einfach nicht gepasst hat und hab dann versucht erstmal rauszufinden wer eigentlich bin was eigentlich von mir übrig ist, wenn ich nicht die ganze Zeit über meinen Körper rede und wenn ich mich nicht die ganzen Zeit über mein Essen definiere.

00:39:18: Denn wenn in Neubrandenburg zurück erinnere, dann erinnerei ich mich vor allem an Essensthemen.

00:39:32: Das hat sich sehr doll eingeprägt weil das die Dinge waren, die ich irgendwie festgehalten habe ob jetzt nun auf Instagram, ob irgendwie aufgeschrieben in irgendeiner App... Ich hab ganz lange Yasio benutzt!

00:39:44: Ich hatte zum Beispiel in Düsseldorf einen Ding, ich habe immer Sonntags, wenn wir angekommen sind.

00:39:51: Nachdem wir mal an Wochenende zu Hause waren, hab' ich mich mit meiner Freundin da getroffen und wir hatten ein Macke-State und haben immer einen Chicken Mac Fresh Wrap gegessen.

00:39:59: So erinnere ich mich heute noch dran!

00:40:01: Das sind so die Dinge, die werde ich nicht los.

00:40:03: also hauptsächlich Essensthemen sind in Erinnerung geblieben natürlich weil sie mit irgendwelchen Emotionen, krassen Emotion verbunden waren entweder Glückseligkeit, weil ich jetzt endlich mal esse was ich essen darf.

00:40:17: So genannte Cheat Days zum Beispiel oder absolute Vorurteilung, weil Ich das jetzt gegessen habe und Das ist einfach super schade.

00:40:27: Und als ich dann in Leipzig war hab ich versucht Also ich bin nach Neubrandenburg Nachdem ich auch meinen Job bei der Bundeswehr aufgegeben habe nach Leipzig gegangen und hab nochmal studiert Und in der Zeit habe ich versucht, das Essensthema so unwichtig wie möglich zu gestalten.

00:40:46: Also es ist einfach was, was ich tue... Äst du das, worauf ich Bock habe?

00:40:52: Ich hab keine Regulation.

00:40:56: Aber auch kein Richter von außen weder meine Eltern.

00:41:01: Da hab' ich das ganz klar so formuliert.

00:41:03: Ich möchte dass da kein Wort in dieser Richtung zu mir kommt weil ich erst mal wissen will... Was für ein Charakter ich denn eigentlich ohne dieses ganze Thema überhaupt bin?

00:41:14: Wer bin ich dann eigentlich ohne diese ganze Scheiße rund ums Essen?

00:41:18: und das habe ich in Leipzig herausgefunden.

00:41:20: Ich hatte den Leipzig, ich hab in Leibzig so viele schöne Erinnerungen gesammelt die nicht mit Essen zu tun haben.

00:41:27: Das ist so krass!

00:41:30: Und dieser Unterschied dass sich diesen Unterschied wahrgenommen habe.

00:41:33: den finde ich so wichtig weil der mir natürlich irgendwie geholfen hat den Fokus auf das Wesentliche im Leben zu setzen.

00:41:45: Es ist natürlich so, dass mir währenddessen mein Körper aufgefallen ist.

00:41:52: Mir ist aufgefallen okay Svanche du nimmst grad wieder zu und das jetzt ja an der Stelle zwickt's und da ist jetzt... Das passt nicht mehr.

00:42:06: aber ich habe dann einfach neue Klamotten gekauft.

00:42:09: Ich habe einfach neue Klamotten gekauft.

00:42:11: Und ich hab trotzdem Klamoten gekauft, in denen ich mich heiß fühle also indem ich mich sexy fühle.

00:42:17: das war vor allem irgendwie für mich so ein bisschen dieses maßte Dinge.

00:42:20: ich muss mich heiß finden weil dann wird steigert dass mein selbst wert gefühlt und ich kann trotzdem immer noch als mich selbst liebend auftreten und da habe ich ganz viel mühe und energie reingesteckt.

00:42:37: Das hat an manchen Tagen sehr gut geklappt und an manche Tagen eben weniger gut, ich habe es versucht nicht zu bewerten.

00:42:43: Und das hat mir natürlich jetzt irgendwie geholfen diese Phase die Ich da eingelegt habe um da jetzt irgendwie in eine Situation zu kommen Jetzt mein meinen Körper und mein Stoffwechsel mal bewusst zu betrachten, weil das habe ich in der letzten Folge noch gar nicht so richtig irgendwie zur Äußerung gebracht sondern eher jetzt die letzten Tage auf Instagram.

00:43:13: In dieser ganzen Zeit, in der Zeit in Düsseldorf, in Neubrandenburg habe nie wirklich auch mit meinem Zyklus auseinandergesetzt.

00:43:24: Ich habe in Neubrandenburg, in der Zeit hab ich angefangen irgendwann meine Pille nicht mehr zu nehmen.

00:43:33: Da hab' ich sie dann ungefähr zehn Jahre lang genommen und danach hatte ich natürlich irgendwie Schwierigkeiten mit meinem zyklus.

00:43:39: Der ist erst ewig nicht eingetreten und das ging dann so anderthalb Jahre auch so weiter darauf geschoben, dass das ja die Pille war.

00:43:52: Die Scheißpille!

00:43:53: Das war dann auch auf sozialem Medien ... irgendwie eine Phase, wo ich glaube einfach viele die in meinem Alter jetzt Social Media machen das selber durchgemacht haben und die Pille abgesetzt haben.

00:44:08: Darüber kam dann auch Aufklärung.

00:44:10: was es einfach alles bedeutet für den Körper dass du eigentlich jahrelang deinen Zyklus unterbunden hast ist ja auch keine wirkliche Regelblutung sondern einfach nun ein Abbluten würde ich meinen.

00:44:24: Da war dann natürlich eine ganz große Verteuflung über die Anti-Babypille da in dieser Zeit.

00:44:28: Und das kam mir gerade recht, weil ich ja auch keinen geregelten Zyklus hatte und erst als sich dann so ein bisschen in die Phase kam mit meinem damaligen Ehemann, hey!

00:44:40: Ein Kind wäre eigentlich nicht schlecht, kam mich dann halt in diesen kleinen Struggle rein für den Kind, wär halt ne Regelmäßerie... Also ein regelmäßiger Zyklus, irgendwie richtig cool.

00:44:53: Und es hat nicht so ganz funktioniert und ich habe dann irgendwie sinnloserweise Mönchsfeffer in mich reingeschüttet und bin aber auch mal zum Arzt gegangen und die hat dann gesagt ja sehen Sie hier ihre ganzen Foliegel?

00:45:05: Die sind alle vernetzt und verschwind.

00:45:08: Da kann nix springen!

00:45:09: Und das war es dann auch.

00:45:11: Also sie hat einmal das Wort PCO in den Raum geworfen, aber auch nicht mehr keinen.

00:45:17: wie könnte ich das lösen?

00:45:18: Sondern das spielte halt in meiner Abnehmengeschichte da halt krass rein dass ich ja sowieso abnehme und dass es dadurch besser werden könnte.

00:45:28: Aber davon habe ich nicht großartig was gemerkt.

00:45:31: Und als ich dann in dieser Phase in Leipzig war, erst mal komplett wieder ohne Mann das heißt auch das Thema Kinderwunsch beziehungsweise das Thema Zyklus war auch erstmal irrelevant hab' ich mich einfach mit meinem Zykulus nicht wirklich auseinander gesetzt.

00:45:45: also wenn dann irgendwie mal ein potenzieller Anwärter irgendwie mein Leben reinkam', dann wurde da sich halt verhütet so... Das war einfach Gesetz So, da wurde ein Kondom genommen und dann war alt auch gut.

00:45:59: Und es war prinzipiell scheißegal, wo ich mich gerade in meinem Zyklus befinde und warum ich jetzt seit achtzig Tagen nicht mehr blute so.

00:46:07: Ich habe das irgendwie unterschwellig natürlich gewusst dass das irgendwie mit meinem Gewicht wahrscheinlich zusammenhängt aber irgendwie auch ignoriert.

00:46:17: Jetzt komme ich halt in eine Phase, ich hab jetzt halt meinen neuen Partner und das Thema Kinderwunsch ist wieder wirklich... Ab-to-date, vor allem seit letztem Jahr bei dem ich wirklich sehr spontan schwanger geworden bin ist das natürlich wieder ein Wunsch da wieder rein zu rutschen und ich befasse mich wirklich das erste Mal in meinem Leben so richtig krass mit meinem Zyklus.

00:46:47: Ich habe mich mit Vitaminen auseinandergesetzt.

00:46:51: Ich habe große Blutbilder gemacht, ich habe meinen Homa-Wert berechnen lassen also mein Langzeitblutzuckerwert und dabei habe ich rausgestellt dass ich eine Insulinresistenz habe was dann eben bedeutet das ich dagegen etwas nehmen müsste um halt einfach den regelmäßigen Zyklus zu bekommen.

00:47:14: und das ist natürlich irgendwie für die Frauen, die keine Kinder wollen.

00:47:18: Die Anti-Babypille und für die anderen Frauen eben Metformin wobei das jetzt hier an dieser Stelle keine Empfehlungen sein soll.

00:47:26: also ich möchte euch bitten besprechen dass bitte mit euren Ärzten besteht auf solche Blutbilder lasst euern Langzeug langzeitzucker testen fragt nach alternativen.

00:47:40: geht also bitte, bitte.

00:47:41: das ist jetzt nur mein weg möchte das nicht irgendwie als heilversprechen oder so rausbringen weil letzten endes sitze ich ja hier und bin auch noch nicht schwanger.

00:47:51: aber es hat mir wirklich das gebracht dass sich mich mit meinen zyklus auseinandersetzen das erste mal und dann natürlich beifest gestellt habe ok die ernährung in meinem leben spielt definitiv eine rolle.

00:48:03: ich muss Ich muss mich regulieren.

00:48:08: Ich darf dem nicht die ganze Zeit immer und immer wieder nachgehen, ich will mich aber auch nicht

00:48:14: verbieten.".

00:48:14: Und das ist natürlich irgendwie ein Gegenspruch in sich und es ist so verdammt schwer weil ich natürlich nicht wieder in das reinrutschen will was ich von Kindesbeinen an... irgendwie angelernt bekommen habe.

00:48:34: Das gewisse Lebensmittel, Süßigkeiten, Kuchen, Eis etc... dass sie natürlich schlechte Lebensmittel sind und alles andere eine Gurke, ein Quark oder sonst was gute Lebensmittel.

00:48:47: Also wenn ich mich aus jeder Diät die ich gemacht habe dran erinnere dann müsste ich mich ja quasi eigentlich nur am besten von Quark und Eiern ernähren weil das so proteinreich wie möglich nur ist und Hösenfrüchte den ganzen Tag essen und sonst was.

00:49:01: und Das ist aber nicht das wie ich mein Leben auch gestalten möchte.

00:49:07: Und dadurch komme ich natürlich jetzt irgendwie in so eine kleine ... Ich sag mal, in so einen kleinen Balanceakt.

00:49:15: Da irgendwie den Weg für mich zu finden, möglichst gesund mich zu regulieren im Essen und gleichzeitig aber auch Leben zu dürfen mit all den Lebensmitteln die eben heutzutage irgendwie geil verfügbar sind.

00:49:35: Ich sag euch, das ist nicht einfach und es ist eine tägliche Herausforderung vor allem weil die Regulation ja jetzt auch da ist.

00:49:47: Mein Partner Paul unterstützt mich, der hat aber auch sich krass belesen was PCOS und PMOS also je nachdem wie man's benannt PMOS ist ja jetzt der aktuelle Name und ich glaube auch dass das viel besser passt diese Ganzheitlichkeit viel klarer wird, was das eine bedingt und wo das andere in das nächste reingreift.

00:50:13: Und Paul hat sich was das angeht supertoll belesen und ist mit mir auf einer Höhe und gibt mir keine allgemeinen Ratschläge bzw.

00:50:22: hat er aus seinen ersten allgemeinigen Ratschlägen einfach gelernt dass es auch einfach auf mich nicht zutrifft und dass ich einfach individuell betrachtet werden muss.

00:50:32: und ich würde mir einfach wünschen dass das viel, viel öfter oder viel mehr stattfindet in dem Bereich, ich sage jetzt mal ärztlicher Fürsorge erstmal.

00:50:44: Patientinnen zuzuhören, was eigentlich ihre Wünsche sind.

00:50:49: Womit sie eigentlich struggling?

00:50:51: Was eigentlich wie eigentlich ihr Leben, ihr Alltag aussieht.

00:50:57: Es ist natürlich ein Unterschied ob du in Schichten arbeiten gehst oder immer mal wieder und dadurch ständig zum Beispiel aus deinem Tagesrhythmus rauskommst Dadurch deine Ernährung irgendwie natürlich drunter leidet.

00:51:10: das ist eine ganz andere Herangehensweise Ja, wie du auch finanziell aufgestellt bist und demnach was du dir an Sport leisten kannst.

00:51:21: Das ist ja auch keine Selbstverständlichkeit.

00:51:23: wenn ich jetzt mal gucke für die zehn Stunden CrossFit!

00:51:26: Ich habe mir so eine Zehnerkarte CrossFit gekauft weil ich einfach auch kein Abosystem möchte weil ich mich ganz genau kenne was Sport in seiner Regelmäßigkeit eben angeht.

00:51:39: Für eine Zehnerkarte Crossfit habe ich hundertachtzig Euro bezahlt.

00:51:44: Okay, achten Euro pro Stunde.

00:51:46: Wenn du es aufs Einzelne runterbringst?

00:51:48: Ich find's völlig legitim.

00:51:49: aber hundertundachtzig Euro sind auch erst mal hundertdachzig Euro.

00:51:52: Paul bezahlt irgendwie siebzig oder achtzig Euro im Monat dafür dass er da ich glaube sieben oder neun Mal hingehen kann.

00:52:02: Ich glaub neunmal Aber das ist halt auch erstmal eine Summe so.

00:52:07: oder wenn du dann sagst okay ich geh halt nur ins Gym für zwanzig Euro Auch das muss da sein.

00:52:13: und Ja, gesunde Ernährung.

00:52:18: Wir gucken uns die Lebensmittelpreise an wird auch schwer.

00:52:22: Es wird einfach schwerer.

00:52:24: es ist nicht unmöglich aber es wird schwerer und Alters muss betrachtet werden Wo kommst du eigentlich her?

00:52:30: Was hast Du für Ziele Und was hast Du Für Ressourcen?

00:52:34: und dann können wir entscheiden wie deine Behandlung irgendwie weitergeht oder was für dich das Sinnvollste ist, an diese Sache ran zu gehen.

00:52:44: und das kommt meiner Meinung nach immer viel zu kurz.

00:52:48: So jetzt habe ich einen Monologue erhalten ganz lang über meinen Werdegang!

00:52:55: Ich hoffe es macht so ein bisschen Klar, woher ich komme und womit ich jetzt irgendwie für die Zukunft zu dealen habe.

00:53:05: Und vielleicht bringt es dem ein oder and... Vielleicht findet sich ja auch die eine oder andere in meiner Geschichte wieder.

00:53:12: Ich möchte nochmal betonen, ich hab mit meiner Mutter, die ja irgendwie jetzt wenn man da noch mal zurück hört, in ganz vielen Dingen irgendwie die treibende Kraft war was abnehmen an ging, da auch schon oft drüber geredet hab ihr auch zugehört, wie sie das einschätzt und woher das kam.

00:53:32: Und wie gesagt ist es wirklich vorurteilsfrei.

00:53:36: ich weiß wo's herkommt und in welcher Zeit die Stadt gefunden hat und heute hat sich Ihr Verhalten mir gegenüber komplett verändert was das Thema angeht.

00:53:47: und wäre das nicht passiert würden wir uns nicht in so einem Zustand bewegen, dass wir noch miteinander reden würden weil da hätte ich ganz klare Kante gezogen.

00:53:56: Aber sie hat das definitiv verstanden, dass das der falsche Weg war die falsche Herangehensweise.

00:54:04: und ja es ist aber jetzt nur trotzdem so wie es eben ist und vielleicht hat mich diese ganze Scheiße für die Zukunft ja doch eins gelehrt sensibler mit diesem Thema umzugehen.

00:54:21: Vielleicht auch für meine eigenen Kinder, die ich vielleicht mal haben werde – auf jeden Fall für alle Menschen um mich drum herum!

00:54:28: Ich glaube es hat mich ein Stück weit mehr Empathie gelehrt weil ich ganz genau weiß wie's in Menschen aussehen kann, die sich selbst nicht leiden können, die Ein Stück weit dafür, dass auf irgendeiner Waage irgendeine Zahl steht.

00:54:49: Die sich am liebsten selbst ein Schild um den Hals hängen würden, um sich selbst zu geiseln und irgendwie sich selbst forcieren endlich wieder dünner zu werden oder einen Kampf aufzunehmen, den sie eigentlich im Grunde nur verlieren können.

00:55:08: Ja, ich glaube mit diesen Worten werde ich jetzt diese Podcastfolge schließen.

00:55:14: Es war ein harter Brocken.

00:55:16: Holt erstmal Luft!

00:55:17: Ich hoffe ihr seid gut durchgekommen und ich freue mich auf jeden Fall bis zum nächsten Mal wenn wir uns hier wieder hören vielleicht dann auch noch mit bisschen einfacheren Themen.

00:55:29: mir Nachrichten schicken möchtet, wenn ihr Worte zu dieser Folge da lassen möchtest.

00:55:33: Schreibt sie mir doch gerne an meine E-Mail Adresse.

00:55:37: Hallo Erzwanziges Wohnzimmer.

00:55:38: Punkt.de Schreibt auch gerne dazu, wenn er Sie vorgelesen haben möchte oder wenn nicht dann weiß ich da auch direkt Bescheid.

00:55:49: Ansonsten bleibt stark!

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